Der Pontifex

Synopsis

Im Oktober 1978 wird Karol Wojtyla zum Papst gewählt, nennt sich Johannes Paul II. und wird zu einer der prägendsten Figuren des 20. Jahrhunderts. Dieser Film zieht Bilanz. Der Pole war nicht nur beinhart in der Auslegung der Lehre, er zog Strippen gegen den Kommunismus, verschleierte Mafia-Geschäfte und deckte Missbrauch. Der Film recherchiert auf drei Kontinenten. Dabei werden Zeitzeugen zum ersten Mal vor der Kamera sprechen und Dokumente zum ersten Mal öffentlich gemacht.

Unstrittig ist, dass Karol Wojtyla als Papst Johannes Paul II. in den 27 Jahren seines Pontifi-kats Weltgeschichte schrieb. Selbst Gorbatschow räumte ein, dass ohne den Einfluss des Papstes der Fall des eisernen Vorhanges nicht möglich gewesen wäre. Papst Johannes Paul II. hat polarisiert. Er führte die katholische Kirche auf die Bühne des Weltgeschehens, verbreitete und festigte den katholischen Glauben, suchte den Dialog mit anderen Religionen. Johannes Paul II. war Reiseweltmeister, während seines Pontifikats be-suchte er allein 129 Länder. Er bezog kritisch Stellung gegen die Apartheid, die Irakkriege 1991 und 2003 sowie gegen die Mafia. Karol Wojtyla stellte sich als einer der Ersten hin und bezeichnete das Massaker in Ruanda als Völkermord. Mit Hilfe des Papstes konnte in Chile frei gewählt werden und endete in Paraguay die Diktatur unter General Strössner. Johannes Paul II. sprach in 27 Jahren mehr Selig- und Heiligsprechungen aus als all seine Vorgänger in 500 Jahren zusammen. Karol Wojtyla war der skifahrende Papst, der Dichterpapst, der Papst mit den Designerroben – und ein Pontifex mit weitreichenden Verstrickungen in Skandale und Vertuschungen.

Fertigstellung

2018